Folge #52
#52 Prof. Wolfgang Christ – Urban Information Modeling (Urban INDEX Institut)
„Wir können unsere Städte nicht mehr im Stil des 19. und 20. Jahrhunderts planen, sondern müssen mit aktuellen Daten arbeiten, die zeigen, wie Räume tatsächlich genutzt werden“, sagt Prof. Wolfgang Christ, Gründer des Urban INDEX Instituts. Der Architekt und Stadtplaner hat die Methode des Urban Information Modeling entwickelt, mit der sich anhand anonymisierter Mobilitätsdaten zeigen lässt, wie Menschen Räume tatsächlich nutzen und wie sich Städte als lebendige, sich verändernde Gefüge erfassen lassen.
Städte werden heutzutage meistens noch nach Funktionen, Kaufkraft oder Passantenfrequenzen bewertet und geplant. Das ist längst nicht mehr zeitgemäß, sagt Prof. Wolfgang Christ und hat die Methode des Urban Information Modeling entwickelt, die datenbasiert untersucht, wie Menschen Räume tatsächlich nutzen. Bewegungsdaten aus mobilen Endgeräten zeigen, wo Menschen unterwegs sind, wo sie sich aufhalten und ob sie sich allein oder in Gruppen bewegen. Aus diesen Mustern entwickelt das Modell vier grundlegende Raumtypen: geschlossenes Innen (z.B. Wohnungen), offenes Innen (z.B. Gastronomie), geschlossenes Außen (z.B. Parkanlagen) und offenes Außen (z.B. der öffentliche Straßenraum). So entsteht ein Bild der Stadt, das neben Gebäuden und Nutzungen auch Urbanität, Aufenthaltsqualität und Kommunikation erfasst.
Für die Innenstadtentwicklung eröffnet dieser Ansatz eine neue Perspektive auf Handel, Mobilität und Investitionen. Denn Kirchen, Parks, Museen, Gastronomie und temporäre Veranstaltungen werden ebenso sichtbar wie klassische Einkaufsstraßen. Leerstände können als Lücken in einer zusammenhängenden Raumstruktur erscheinen. Neue urbane Zentren können auch außerhalb der traditionellen Innenstadt entstehen. Wolfgang Christ spricht darüber, was Urban Information Modeling im Vergleich zu klassischen Passantenfrequenzen zusätzlich leisten kann, warum Städte Zugang zu privat gehaltenen Mobilitätsdaten brauchen und wie ein datenbasiertes „MRT“ der Stadt künftig Planungsentscheidungen unterstützen könnte.
Wie funktioniert Urban Information Modeling und was unterscheidet den Ansatz von klassischer Stadtplanung? Welche Erkenntnisse liefern Mobilitätsdaten zusätzlich zu herkömmlichen Passantenfrequenzen? Wie können Städte, Handel und Immobilienakteure die Daten für die Innenstadtentwicklung nutzen und welche Voraussetzungen braucht es, damit eine Stadt Urban Information Modeling einsetzen kann?
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Städte werden heutzutage meistens noch nach Funktionen, Kaufkraft oder Passantenfrequenzen bewertet und geplant. Das ist längst nicht mehr zeitgemäß, sagt Prof. Wolfgang Christ und hat die Methode des Urban Information Modeling entwickelt, die datenbasiert untersucht, wie Menschen Räume tatsächlich nutzen. Bewegungsdaten aus mobilen Endgeräten zeigen, wo Menschen unterwegs sind, wo sie sich aufhalten und ob sie sich allein oder in Gruppen bewegen. Aus diesen Mustern entwickelt das Modell vier grundlegende Raumtypen: geschlossenes Innen (z.B. Wohnungen), offenes Innen (z.B. Gastronomie), geschlossenes Außen (z.B. Parkanlagen) und offenes Außen (z.B. der öffentliche Straßenraum). So entsteht ein Bild der Stadt, das neben Gebäuden und Nutzungen auch Urbanität, Aufenthaltsqualität und Kommunikation erfasst.
Für die Innenstadtentwicklung eröffnet dieser Ansatz eine neue Perspektive auf Handel, Mobilität und Investitionen. Denn Kirchen, Parks, Museen, Gastronomie und temporäre Veranstaltungen werden ebenso sichtbar wie klassische Einkaufsstraßen. Leerstände können als Lücken in einer zusammenhängenden Raumstruktur erscheinen. Neue urbane Zentren können auch außerhalb der traditionellen Innenstadt entstehen. Wolfgang Christ spricht darüber, was Urban Information Modeling im Vergleich zu klassischen Passantenfrequenzen zusätzlich leisten kann, warum Städte Zugang zu privat gehaltenen Mobilitätsdaten brauchen und wie ein datenbasiertes „MRT“ der Stadt künftig Planungsentscheidungen unterstützen könnte.
Wie funktioniert Urban Information Modeling und was unterscheidet den Ansatz von klassischer Stadtplanung? Welche Erkenntnisse liefern Mobilitätsdaten zusätzlich zu herkömmlichen Passantenfrequenzen? Wie können Städte, Handel und Immobilienakteure die Daten für die Innenstadtentwicklung nutzen und welche Voraussetzungen braucht es, damit eine Stadt Urban Information Modeling einsetzen kann?
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