#50 Ingmar Behrens – Handel verbindet (German Council of Shopping Places)
„Handel bringt Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Unabhängig von Herkunft, Religion oder Hautfarbe“, sagt Ingmar Behrens. Deshalbmüssen Handelsimmobilien heute mehr als Einkaufsorte sein, sagt der Generalsekretär des German Council of Shopping Places (GCSP). Nämlich die offenen Marktplätze des 21. Jahrhunderts, an denen Begegnung, Vielfalt und urbanes Leben stattfinden.
Innenstädte waren historisch Marktplätze und Treffpunkte und können diese Rolle auch künftig erfüllen, wenn sie vielfältig und lebendig sind und gemischt genutzt werden, erklärt Ingmar Behrens. Er erläutert, warum sich der German Council of Shopping Centers im Jahr 2020 in German Council of Shopping Places umbenannt hat, und welche strategische Neuausrichtung dahintersteht. Shopping Places sollen heute nicht mehr vom städtischen Umfeld abgeschottet sein, sondern als Orte zum Einkaufen, Begegnen, Verweilen und Erlebens als Teil eines Quartiers funktionieren.
Dabei geht es auch um die schwierige Balance zwischen Investoreninteressen, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und dem Nutzen für die Menschen vor Ort. Beispiele wie das Alexa in Berlin. Die Münster Arkaden oder das Westfield Hamburg-Überseequartier zeigen, dass integrierte Handelsimmobilien echte Impulse für eine Stadt setzen können, und dass Shoppingcenter nicht vorschnell als Gefahr für den Einzelhandel in den gewachsenen Innenstadtlagen abgestempelt werden dürfen.
Ingmar spricht über professionelles Center Management, vielfältige Mieterkonzepte, die Bedeutung von Gastronomie und Dienstleistungen und über die Frage, wie bestehende innerstädtische Einkaufslagen auf neue Konkurrenz reagieren können.
Warum ist Handel mehr als der Verkauf von Waren? Wie müssen Shopping Places heute gestaltet und gemanagt werden? Wann wird ein Einkaufszentrum zum Teil der Stadt und welche Chancen bietet der stationäre Handel gegenüber dem Onlinehandel für die kulturelle Verständigung zwischen den Menschen?